Eine Tour der Naturfreunde Maiengrün

Skitour Hächle (Schrattenfluh) (2088m)

14. Februar 2004


Mit Martin und mir war die Gruppe noch kleiner als bei der letzten Tour. Entgegen dem Programm entschieden wir uns für die Hächle auf der Schrattenfluh. Der Nebel wich erst nach Flühli und der Schnee war auch nicht in grossen Mengen vorhanden. Wir waren die ersten auf dem Parkplatz bei der Hirsegg - und Schnee hatte sich nun doch noch eingestellt.

Munter marschierten wir drauflos, jenseits der Brücke über den Südelgrabenbach ging es erstmals bergauf. Die Dämmerung war vorbei und die ersten Gipfel leuchteten im Morgenrot. Bald war die Bodenhütte erreicht und kurz vorher wärmte uns erstmals die Sonne - ein Traumtag nahm seinen Anfang. Durch zauberhaften, offenen Wald, durch Mulden und Wellen stiegen wir weiter bis unter die Hächlenzähne. Von hier konnte man den weiteren Anstieg schön einsehen. Es gab noch viele unberührte Hänge, auf denen die Schneekristalle in der Sonne glitzerten. Blickte man nach links, standen da die Gipfel der Berner Alpen. Das Wetterhorn liess Erinnerungen an den vergangenen Sommer wach werden.

Der Gipfelhang der Hächlen heizte mit der Sonne im Rücken schon ganz schön ein. Auf dem Grat tat sich der Blick auf gegen das Mittelland, bzw. das Nebelmeer, von dem es bedeckt war. Wunderschön für jene, die darüber stehen!

Eine ausgiebige Gipfelrast an der warmen Sonne vor dem herrlichen Panorama war der Lohn für den Aufstieg.

Auf der Abfahrt fanden sich zuerst Hänge mit schönem Pulverschnee, einige Höhenmeter wurde der Schnee dann eher gemein, weiter unten aber trug die Schneedecke wieder, was die Abfahrt zu einem Genuss machte. Inzwischen waren Heerscharen von Tourenfahrern unterwegs und wir waren froh, auf der Abfahrt zu sein, da so viele Menschen auf dem Gipfel gar keinen Platz fanden.

Um eine schöne Tour reicher verluden wir unser Bündel wieder im Auto. Die 3.- Fr. Parkgebühr sind nicht zu viel und nach einer solchen Tour zahlt man diese gerne.

Markus Widmer