4 Tage Skitouren im Avers

15. - 18. März 2000

Als wir am Mittwoch morgen nach einem Kaffeehalt in der Autobahnraststätte Heidiland im Averstal ankamen, trauten wir unseren Augen kaum. Denn bis auf 2000 müM hatte es immer wieder Stellen, wo die Wiese zum Vorschein kam.

Dennoch starteten Markus, Theo, Peter, Hanspeter, Albert, Hansueli, Helene, Renate und ich bei leichtem Schneefall und starker Bewölkung in Richtung Mittler Wissberg. Bereits nach einer Stunde Aufstieg begann es heftig zu winden. Der Wind war so stark, dass man glatt umfiel, wenn er einen auf einem Bein erwischte. Nach einer Rast und nachdem alle die warmen Mützen und Handschuhe angezogen hatten, ging es weiter. Obwohl der böige Wind einem die Schneeflocken wie Nadeln ins Gesicht peitschte stiegen wir noch auf bis Tälifurga (2822müM). Dort fegte es dermassen stark über den Grat, dass wir beschlossen umzukehren.

Nach einer herrlichen Abfahrt mit allerbestem Schnee, machten wir wenige Höhenmeter über dem Parkplatz den Mittagsrast, bei dem sogar die Sonne zum Vorschein kam. Bei der Abfahrt zum Parkplatz kam es vor, dass die Schneedecke plötzlich einbrach. Unter der obersten Schneeschicht befand sich ca 50 cm ganz lockerer Schnee, was zu spektakulären Stürzen führte.

Bei der Fahrt zu unserer Unterkunft, das Gsthaus Edelweiss im Ort Juf, genossen wir die herrlichen Berge und freuten uns auf die Touren, die wir noch vor uns hatten.

Am nächsten Morgen war die Sonne allerdings wieder weg und es lag eine dicke Nebeldecke über dem Tal. Zudem schneite es und der böige Wind war auch wieder da. Wir beschlossen, statt auf den Bödengrat, dem Jufer-Rhein entlang das Tal hinauf zu laufen bis zur Höhe von 2200 müM, wo wir verschiedene Barryvox-Übungen machten und an 2 Stellen ein Schneeprofil anlegten. Markus erklärte uns die verschiedenen Schneeschichten und was diese auf die Lawinengefahr für Auswirkungen haben könnten. Am frühen Nachmittag waren wir wieder in unserer Unterkunft und verbrachten einen gemütlichen Nachmittag.

Am Freitag war das Wetter genau so wie am Tag zuvor, so dass wir wieder nicht auf Tour gehen konnten. Mit dem Postauto fuhren wir bis nach Andeer, wo wir uns Badehosen mieteten und 2 Stunden im Thermalbad verbrachten. Abends feierten wir nach einem herrlichen Essen Theos Geburtstag und gaben die Hoffnung nicht auf, wenigstens am letzten Tag noch eine Tour machen zu können. Der Samstag brachte allerdings nichts neues, so dass wir beschlossen, nach Hause zu gehen.

Obwohl wir nur eine Skitour machen konnten, verbrachten wir 4 herrliche Tage mit sehr guter Kameradschaft im Avers. Ich freue mich schon auf das nächste mal.

Gilbert