Maiengrün


Alpenblick-Höhenweg westlich der Wyna
Sonntag, 19. September 2004
Bericht und Fotos: Hans-Peter

Vier Wandersleute (Evelyn, Ina, Theo und Hans-Peter) wanderten auf den Höhenzügen westlich der Wyna und genossen dabei die vielfältigen Eindrücke, zu Beginn bei Sonnenschein und kurz nach der Miittagsrast bei gelegentlichem leichten Regen. Trotz Wolken und Dunst gab es immer wieder Ausblicke auf die "bucklige Welt" und in der Ferne eine ganz leichte Ahnung des Alpenpanoramas. 
 
"Der Weg ist das Ziel" war unser Motto - wie haben es ausgiebig genossen.

Um 8'00 schauten Evelyn und Theo kurz beim Parkplatz Schulanlage Mägenwil vorbei - aber es gab keine weiteren (unangemeldeten) Wanderfreunde mehr, sie fuhren weiter nach Unterkulm und trafen dort Ina und Hans-Peter (den Schreibenden). Auch hier gabs keine weiteren Wanderfreunde mehr und so fuhren wir zu viert mit einem PW statt mit dem Zug nach Reinach. Auf der Fahrt hatten wir eine prächtige Sicht auf die Alpen, die das Wynatal als Kulisse abschlossen. Die zunehmende Bewölkung mahnte uns, jeden dieser Blicke jetzt schon zu geniessen.



Von Reinach wanderten wir kurz nach 9 Uhr
gemütlich und bei strahlender Sonne bergauf zum Geisshof, vorbei an schmucken in Blumenpracht schwelgenden Bauernhäusern und mit Ausblicken ins Tal der Wyna, auf den Homberg und auf die sich zunehmend verschleiernden Alpen.
 


Den Geisshof erreichten wir pünktlich zum Beginn der Öffnungszeit um 10 Uhr und konnten einen weiteren Morgenkaffee geniessen, den Theo in Form einer Stange vereinnahmte.

Nach einem kurzen Dialog des Schreibenden mit einem Hahn (der solch einfühlsame Mensch-Hahn-Kommunikation offenbar zum ersten Mal in seinem noch jungen Leben erlebte) gings weiter zum Brünnelichrüz auf 710m, dem höchsten Punkt unserer Wanderung. Nach diesen fast 200 m Aufstieg (ab Reinach) war natürlich wieder ein Trinkhalt nötig. Erstaunlich: Wir waren die einzigen auf diesem sonst an Sonntagen sehr beliebten Grillpaltz!

Weiter marschierten wir durch den Wald bis wir erstmals auf einer Anhöhe wiederum die freie Sicht auf die Alpen geniessen  konnten, die sich tatsächlich noch ganz schwach zeigten (dort, wo im Bild die Linien sind....).


Über
Waldertsholz  erreichten wir etwa um 12'30 einen Aussichtspunkt mit Blick ins Ruedertal. Zur Mittagsrast  lud uns eine Bank, auf der wir Vier gerade Platz hatten.
Bloss der Tisch fehlte, sodass die Handhabung der Gläser samt Rosè (Dank sei Theo!) beim gleichzeitigem Halten der Schinkenbrötli recht anspruchsvoll war. Diesen Umstand nutzte eine der zahlreichen Wespen, um einen tüchtigen Schluck im Glas von Ina samt Vollbad zu nehmen. Mit angeregten Diskussionen über "Gott und die Welt" verflog die Zeit in Nu und voll Elan
gings wieder weiter hügelauf und hügelab zum Pfaffenberg und vorbei an einem mächtigen Findling und einem 200 Jahre alten Sodbrunnen. Inzwischen versprühten die Wolken prognosegenau immer wieder leichten Regen. Auf einer vom Lothar geschaffenen Lichtung absolvierten wir dennoch einen kurzen Botanik-Unterricht (jetzt wissen wir alle endlich, weshalb der Huflattich so heisst). Der dann erwanderte Aussichtspunkt "mit Sicht auf die Berner Alpen" (Text auf der Wanderbeschreibung) verbarg leider seine Fernsicht-Reize in den Wolken.

Quer über die Bôhlerpass-Strasse gings dann noch einmal kurz bergauf und Ina fand ihr zweites vierblättriges Kleeblatt (pro Wanderung findet sie jeweils mindestens eines..... man müsse bloss bis vier zählen..... das scheint aber nur bei ihr zu funktionieren....).

Eine grosszügig eingerichtete Feuerstelle samt Glut animierte uns zu einer letzten Rast. Ein Landjäger wurde von Schreibenden gebraten und Theo konnte sich endlich auf einer Bank ausstrecken und seinen Mittagsschlaf nachholen.
Danach gings nur noch bergab, begleitet von den harmonischen Klängen der unter einem mächtigen Baum musizierenden Musikgesellschaft Oberkulm.


Durch einen Hohlweg mit "Wurzelmännchen-Kulisse" und mit Ausblicken ins Wynetal erreichten wir Unterkulm. Kurz nach 16 Uhr, in Sichtweite der Autos, begann es schlussendlich richtig zu regnen, damit wir auch das erlebten.

Zufireden verabschiedeten wir uns ohne Blasen und Muskelkater um den Sonnatgabend zu geniessen.

Im nächsten Jahr, am 25. September, 2005, organsiert der Schreibende unterstützt von ina wieder eine solche "Lueg ins Land Wanderung". Wo? Das ist noch ein Geheimnis.....