Klettertour
  Trotzigplanggstock (2954m)
Eine Tour der Naturfreunde Maiengrün

September 2005

Der Trotzigplanggstock stand nun seit einigen Jahren im Tourenprogramm - und immer scheiterte die Tour am Wetter. Letztes Jahr gelangen immerhin die ersten drei Seillängen, bevor der Regen kam. Nun wollten wir es wieder wissen und die Sache endlich hinter uns bringen!?!
So starteten Theo und ich erneut zur Sutslihütte SAC.

 
Die Hütte kann auf verschiedenen Wegen erreicht werden. Einer davon ist der Leiternweg, wie das Bild zeigt.




Nach den vier Leitern des Leiternweges sitzt man gemütlich vor der Hütte und freut sich an der Aussicht und auf das Nachtessen von Agi, der aufmerksamen, aufgestellten Hüttenwartin.




Blick von der Hüttenterrasse hinüber ins Gebiet des Tierbergli mit der Tierberglihütte SAC am rechten Rand des Sockels unten im Bild.


Blick von der Sustlihütte hinunter ins Meiental.


Blick hinüber zum Chli und Gross Griessenhorn sowie ....


... Sustenhorn, Sustenspitz und der weissen Kuppe des Gwächtenhornes.


Materialbahn und Fünffingerstöcke.


Blick Richtung Grassen, der auch schon das Ziel der Sektion Maiengrün war.


Und zu guter Letzte der Trotzigplanggstock (mittlerer Gipfel)


Nach den feinen Älplermagronen, welche auch dem jungen Paar aus München ausgezeichnet mundeten und sogar die Schulklasse aus Wetzikon verstummen liess, senkte sich die Abenddämmerung über das Sustengebiet und ....


... das Meiental. Zum Glück begab sich der grosse Schnarcher aus Versehen in ein falsches Zimmer. Wir verbrachten eine ruhige Nacht und realisierten unser Glück erst am Morgen als die Hüttenwartin fragte, wer sie denn um den Schlaf geschnarcht habe und auch die Lehrerinnen der Schulklasse fanden, dass sie so etwas noch nie gehört hätten!!


Nach jeder Abenddämmerung folgt am Morgen das Morgengrauen - wiederum über dem Meiental.


Auch einige Kinder der Schulklasse aus Wetzikon waren bereits auf den Beinen. Die beiden Lehrerinnen hatten die Kinder vorbildlich im Griff. Den Kindern schien der Hüttenaufenthalt sichtlich Spass zu machen.


Nach dem Frühstück brachen wir um 07:30 Uhr auf - die ersten Jäger sassen bereits vor der Hütte - und bereits um 09:00 Uhr hatten wir den Einstieg geschafft und waren vor der Kulisse der Berner Alpen am Klettern.


Der Fels war kompakt, die Route mit Bohrhacken gut ausgerüstet. So genossen wir auch die schwierigen Passagen dieser Plaisir-Route.


Die Kommandos - "ha Stand" - "chasch cho" - waren manchmal kaum zu hören, wenn der voraus kletternde hinter einer Ecke steckte und der Wind im Helm heulte.




Blick über den luftigen Grat Richtung Osten. Inzwischen begann sich die Sonne zu verhüllen - wie von Meteo-Schweiz versprochen.






Aussicht vom Gipfel Richtung Finsteraarhorn etc.


Blick Richtung Sustengebiet und Dammastock.


Blick über den Grassen zum Titlis.


Der Abstieg ist gut zu meistern. Den grössten Teil benutzt man einen guten Pfad, an drei Stellen muss abgeseilt werden. Hier ist Theo am Beginn der dritten Abseilpiste. Nach den 45 m Abseilen hätte man auf den heissen Abseil-Achtern jeweils Spiegeleier braten können.


Herrliches Schweben über luftigen Kanten beim Abstieg. Für das Abseilen spannten wir mit Meinrad und Robi der SAC-Sektion Lindenberg zusammen - hier Robi, direkt am Himmel aufgehängt. So lief der Abstieg recht rassig.




Auch die Fotos kommen nicht von ungefähr - sie müssen gemacht werden.


Wir sind wieder im Sattel beim Einstieg.


Blick zurück zum Trotzigplanggstock (mittlerer Gipfel)


Der spitze Sustenspitz (Bildmitte), von dem unsere Sektion auch schon später als geplant nach Hause kam - viel später!


Gesund sind wir wieder am Parkplatz beim Sustenbrüggli angelangt. Für den Abstieg benutzten wir den erneuerten "normalen" Hüttenweg. Es war eine genüssliche Tour!
Markus


360° Panorama von der Sustlihütte