Familienplausch mit den Naturfreunden

Fotos dazu siehe ==> HIER

27. August 2006

Am Sonntagmorgen um 10.00 Uhr trafen sich 9 Kinder und 6 Erwachsene in der vollen Überzeugung dem angekündigtem Regen zu trotzen und den Tag mit einer Wanderung und Spielen ohne Grenzen zu geniessen.

Die Organisation der Wanderung übernahmen die Naturfreunde. Freddy versprach allen Teilnehmern, sie in ca.1 ½ Stunden vom Schulhaus Mägenwil zum Naturfreundehaus zu führen. Jeder vermeintlich ortskundige Mägenwiler stellt sich doch da die Frage: „Wie ist es möglich, für die kurze Distanz soviel Zeit zu brauchen?“ Aber eben: Wer kennt schon wirklich den Wald oberhalb des Schulhauses? Anstatt nach rechts bogen wir in der Lettenstrasse nach links ab. Okay, wir nehmen den Weg am Friedhof vorbei. Weit gefehlt, wir gehen gerade aus weiter Richtung Eckwil. Von dort geht es nun doch endlich in Richtung Wald, aber nicht etwa die Steinbruchstrasse hinauf, sondern die Eckwilerstrasse. Nach einem kurzen Aufstieg durch den Wald, erreichen wir das kleine Dorf Igelweid, was wir links liegen lassen und wieder in den Wald einbiegen. Hier sieht der Wald ganz anders aus. Nur Nadelbäume. Wieso kommt mir gerade jetzt das Märchen von Hänsel und Gretel in den Sinn. Jetzt nur nicht den Anschluss verlieren und alleine im Wald zurück bleiben, denn spätestens zu diesem Zeitpunkt war jeglicher Orientierungssinn verloren. Glücklicherweise führte der Weg wieder aus dem Wald heraus und man sah ein Dorf in der Nähe und eins in weiterer Entfernung. Aufatmen. Das kann nur Hägglingen und dort hinten Dottikon sein. Aber schon führte uns der Weg wieder weg von der Zivilisation am Maisfeld vorbei zurück in den Wald. Hier sah er wenigstens so aus, wie man ihn kennt: Mischwald. An der nächsten Kreuzung wurde gefragt: „Wollen wir links oder rechts?“ „Gute Frage, kann mir mal einer sagen, wo wir überhaupt sind?“ „Ziemlich genau zwischen Maiengrün und dem Naturfreundehaus!“ Jetzt erkenne ich es auch wieder! Nach weiteren 15 Minuten kommen wir um Punkt 12.00 Uhr beim Naturfreundehaus an. Ein knisterndes Feuer heisst uns willkommen und wartet nur noch auf unsere Würste. Ach übrigens, zwischen drin während der Wanderung hat es geregnet, aber ich glaube, dass hat gar keiner gemerkt. Das mitgebrachte Essen konnten wir uns im warmen Naturfreundehaus schmecken lassen und die Getränke nach Wunsch bestellen.

Nachdem noch eine Familie und zwei Erwachsene dazu stiessen, begangen wir den von Melanie organisierten Spielenachmittag gemeinsam mit menschlichen Buchstaben. Selbst ein Wort mit 4 Buchstaben kann ganz schön kompliziert zu schreiben sein, wenn man erst Personen hin und her schieben oder gar umdrehen muss. Danach standen 6 Spieleposten zur Auswahl die frei gewählt werden konnten. Es wurden Bilderrahmen gebastelt, in denen Webbilder mit Naturmaterialen entstanden. Hühner sprangen in ihrem Hühnerstall durcheinander und klauten sich gegenseitig die Federn, um am Ende das schönste Federvieh zu sein. Da wurden Zöpfe mit Seilen geflochten, an deren Enden Menschen verknotet waren. Das machte natürlich dermassen Lust auf Zopf, dass die Freude bei allen Teilnehmern gross war, als es am Ende tatsächlich für jeden einen kleinen Zopf gab. Wie schwierig es ist, einen Menschenzug durch den Wald zu fahren, ohne dabei einen Wagen zu verlieren, muss man einmal selber ausprobiert haben. Genauso schwierig kann es sein, eine vorbeiflitzende Maus zu treffen……Wie fühlt sich eine Waldschnecke an, die aus allerlei verschiedenen Materialien aus der Natur gebaut wurde? Nicht besonders oder ungewöhnlich, denn wer hat nicht schon einmal einen Tannenzapfen oder Moos in der Hand gehabt. Stimmt. Aber wie fühlt es sich an, wenn man darauf steht oder darüber läuft? Dann stellt man auf einmal fest, dass Worte wie hart, weich, nass, trocken, warm, kalt fast nicht ausreichen, um alle Empfindungen zu beschreiben. Als am Nachmittag der Regen noch einmal einsetzte, flüchteten alle in die warme Hütte und freuten sich über den feinen Kuchen und Kaffee. Am Ende gab es noch ein gemeinsames Spiel, bei dem erst die Familie und dann noch die Familienmitglieder in der richtigen Reihenfolge gefunden werden mussten, um dann die Mutter auf den Grossvater und das Kind auf die Mutter zu setzen. Nicht nur die 11 Kinder, sondern auch die 9 Erwachsenen hatte viel Spass. Vielen Dank Melanie für die tolle Organisation und die feinen Kuchen und Zöpfe. Vielen Dank Freddy für die unerwartete Wandervariante und den warmen Empfang der Naturfreunde im Naturfreundehaus.

Zum Schluss noch ein Rätsel: Woran erkennt man, ob vor einem eine Kröte oder ein Frosch sitzt???? Die Kröte kriecht davon und der Frosch springt davon. Somit wussten dann alle, dass der Frosch den die Kinder im Wald gefunden und gestreichelt haben eben ein Frosch und keine Kröte war.

 

Ute