Schneeschuh- und Skitouren
im Safiental


Eine Tour der Naturfreunde Maiengrün

Mi. - Sa. 12. - 15. 3. 2008

Bilder: Hans-Peter, Markus



Am Mittwoch Morgen früh trafen sich 14 Bewegungshungrige im Heidiland für die Touren im Safiental. 6 Frauen und 8 Männer, alle ausgerüstet mit Schneeschuhen oder Tourenskiern oder beidem.

Um es gleich vorweg zu nehmen: Auf mich wirkten diese 4 Tage, als ob 14 Freunde gemeinsam unterwegs waren.

Mittwoch, 12. März
Am Anreisetag fuhren wir hinauf nach Riein, mit dem Ziel, den Cauma (2240m) zu besteigen. Schon die ersten Bilder zeigen, dass auf dieser Höhe (1270m) der Schnee reichlich knapp war. Das Wetter war auch nicht gerade einladend und trotzdem rüsteten wir uns zur Tour und zogen los.


Nachdem also der Schnee fehlte, mussten die Skier wohl oder übel getragen werden. Doch auch dies nahm einmal ein Ende.


Im diffusen Licht, mit dem Lumnezia im Hintergrund, setzten wir Fuss vor Fuss. Unterwegs scheuchten wir einen Auerhahn auf, der sich schleunigst aus dem Staub machte.


Schlussendlich wurde der Sturm so heftig, dass wir unser Unterfangen abbrachen und den Rückweg antraten. Es wurde wieder einmal deutlich, dass man gegen den Berg keine Chance hat, wenn der nicht will. Gilbi wird hier fast sandgestrahlt.






Am Abend sassen wir dann in der warmen Stube des Turrahus und genossen die gute Küche. Nach dem Dessert wurden viele alte Bergsteiger-Legenden zum Besten gegeben: Weisch no...


Donnerstag, 13. März
Am Donnerstag war der Wetterbericht freundlicher, die Lawinenstufe stand aber auf erheblich mit spontanen Abgängen in der Nacht. So entschieden wir uns, gemeinsam das Strätscherhorn (2537m) in Angriff zu nehmen.






Mit dem Bruschghorn als Kulisse, genoss sich der heisse Tee während der Pause doppelt so gut.





Wie auf einer Perlenschnur aufgereiht zogen die "Schneeschüenler" ihre Spur knapp unterhalb des Gipfels.




Der Alpino klang weit über das Tal - ein herrlicher Moment...


...der seine Fortsetzung in feinstem Pulverschnee fand.


Wie Pranken ragt der Fuss des Bruschghorn ins Tal hinein.



Die ausgiebige Rast an der Sonne mussten wir leider abbrechen, weil ein Termin im Bottich auf uns wartete.



Das "Schwimmen" im Pulverschnee mit den Schneeschuhen ist ein Gefühl, das man nicht beschreiben kann, sondern erlebt haben muss: Genuss pur!



Aus der Kälte ging es geradewegs in den heissen Bottich.



Wurde das Wasser zu heiss, schöpfte Gilbi kurzerhand Schnee nach.


Was da steht ist keine Sektengruppe, sondern Teile der NF Maiengrün im Bademantel und dem Glas "Schämpis" in der Hand.


Freitag, 14. März
Am Freitag stand für die Skifahrer das Bärenhorn (2929m) im Vordergrund. Die ersten vier Stunden der Tour waren geprägt von diffusem Licht - man spürte mehr im Magen, ob man rauf oder runter ging, als dass man es gesehen hätte.







Endlich erreichten wir die Bärenlücke (2531m). Der grösste Teil war bereits geschafft.


Und schon standen wir auf dem Gipfel des Bärenhornes. Nun hatten wir nur noch auf besseres Wetter zu warten, welches sich aus Westen näherte.


Blick zum Tödi.







Kaum hatten wir den steilen Gipfelhang hinter uns und noch ein paar Schwünge daran gehängt, lag das Bärenhorn auch schon wieder weit hinter uns.

Wir klebten nochmals die Felle auf und querten fast bis zum Gipfel des Strätscherhornes, um über den Tomülpass direkt zum Turrahus abfahren zu können.
Dieser Entscheid hat sich gelohnt, wie die folgenden Bilder zeigen.






...und endlich gab es das heftigst herbei gesehnte Bier oder Apfelschorle.


Das Turrahus durch die Legföhren des Wäldchens "Im Sand"




Samstag, 15. März
Heute war ein besonderer Tag. Wir waren hier im Safiental unterwegs und zu Hause heiratete unser Mitglied Fredy und seine Sonja. Alles gute den beiden!

Nachdem alle Autos gefüllt und die Batterien aufgeladen waren, fuhren wir talauswärts und hinauf nach Tenna (1642m). In tollstem Frühlingswetter starteten wir hier zum Schlüechtli (2283m).
In den ausgeaperten Südhängen drängten die Krokusse ans Licht.









Nochmals durfte auf dem Gipfel um die Wette gestrahlt werden, zu Füssen lag uns die Bündner Hauptstadt Chur.





Die Abfahrt war ein Genuss - sowohl mit Skiern als auch mit Schneeschuhen.



Eine sonnige Rast und ein paar letzte Schritte leiteten über zum finalen Chaos auf dem Parkplatz, wo Schuhe aus- und frische Wäsche angezogen wurde und das ganze in den Autos verstaut werden musste.


Hier sei noch daran erinnert, dass fast die gesamte Strasse ins Safiental eine Naturstrasse ist. Entsprechend eingeschlammt sahen unsere Autos aus.


Das letzte gemeinsame Glas nach 4 wundervollen Tagen genossen wir auf der Terrasse des Restaurants in Tenna. Hier klärte sich auf, dass der matterhornähnliche Berg, den wir vom Gipfel sahen, der Hausstock war..


Allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern ein herzliches Dankeschön für die Kameradschaft, das Lachen und die ruhigen Momente unterwegs.
Besonders möchte ich Helena danken. Sie hat die Schneeschuhtouren umsichtig und verantwortungsvoll geleitet - wir sind alle unfallfrei nach Hause gekommen.
Theo gehört der Dank für das Reservieren der Unterkunft und Petrus, ja auch ihm, ein Dank für das doch meist schöne Wetter.
Gruss, Markus