
Vom Zaunkönig bis zur Hohltaube – ein Morgen voller Musik
Die kalte Sophie hat ihrem Namen alle Ehre gemacht. Umso mehr wird die Sonne geschätzt an diesem Sonntag dem 17.Mai . Bereits beim Treffpunkt um 09.00 Uhr wärmt sie die noch kühle Luft. Voller Erwartung auf die bevorstehende Exkursion laufen wir los vom Parkplatz beim Schulhaus Mägenwil hinauf zum nahen Waldrand. Nach wenigen Minuten stehen wir beim Waldeingang und horchen.
Der perfekte Sologesang der Mönchsgrasmücke erfreut Ohren und Herz. Im dichten Blätterwerk des Waldes ist der Vogel schwer zu finden. Auf dem Tablet kann der Sänger gezeigt werden.
Hausrotschwanz und Amsel locken uns weiter auf dem Weg Richtung Steinbruch. Die achtköpfige Gruppe engagiert sich sehr interessiert bei der Sichtung von Vögeln. Eine Teilnehmerin entdeckt eine Taube auf dem obersten Wipfel am Rande einer Lichtung. Es ist eine Hohltaube. Gleichzeitig kreuzen drei Stare den Himmel. Auf dem nahe gelegenen Acker wird eine Bachstelze ausgemacht.
Unser Weg führt zum Mägenwiler Steinbruch. Gleich beim Eingang zu diesem historischen Ort begrüsst uns die Singdrossel lautstark: erstaunlich dieser vielfältige Gesang mit den verschiedenen Motiven zwei bis dreimal wiederholt. Da kann man nur stehen bleiben und zuhören! Aber der Steinbruch bietet noch mehr. Die Sandsteinwände zieren diverse Figuren , Gesichter und Tiere die von Bildhauern geschaffen wurden. Kleine Teichgewässer ergänzen das Gesamtbild zu einer Märchenwelt die verzaubert. Da fliegt eine Gebirgsstelze von der Wand zum Teich – und wieder zurück in die Wand und in die Höhle – und wieder hinaus zum Teich! Wir sind begeistert. Querwaldein geniessen wir das Vogelkonzert und entdecken immer wieder neue Stimmen. Vom schmetternden Zaunkönig über das plätschernde Rotkehlchen und das sanfte zizizizizi des Sommergoldhähnchens bis zum Gesang und Regenrufs des Buchfinks.
Die frische Waldluft und das Frühlingskonzert der Vögel lässt uns entspannt spazieren und wir erreichen nach ungefähr zwei Stunden Beobachtung die Hexentann Hütte. Auf den Bänken sitzend können wir eine Kohlmeise beim Füttern der Jungen beobachten. Sie bewohnt den Nistkasten gleich über dem Eingang zur Hütte. An diesem lauschigen Platz umgeben von Vogelstimmen bietet sich die Möglichkeit einige Informationen weiterzugeben. Wir erfahren dass ein Organ namens Syrinx verantwortlich ist für die Gesangsbildung der Singvögel und dass Vögel auch Instrumentallaute benutzen für ihre Kommunikation ( Beispiel : Klappern des Storches).
Abschliessend lassen wir Revue passieren was alles gesehen oder gehört wurde. Erstaunliche 26 Arten können aufgezählt werden. Ein wunderbarer Exkursionsmorgen findet seinen Ausklang im nahe gelegenen NF-Haus Maiengrün beim mitgebrachten Mittagessen.
Ein herzliches Danke an alle Teilnehmenden
Eveline








